Corporate Social Responsibility - oder was wir darunter verstehen

Definitionen von Corporate Social Responsibility (CSR) gibt es viele und wer im Internet danach sucht, wird schnell fündig. Schlagworte wie Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung überschwemmen die Unternehmensseiten und man fragt sich schnell: Ist das alles mehr Schein als Sein?



Wir meinen: Nein. Viele Unternehmen sind sich Ihrer Verantwortung bewusst und selbst dem allerletzten CEO wird mittlerweile klar, dass wir uns durch den rücksichtslosen Verbrauch von Ressourcen selbst den Teppich unter den Füßen wegziehen. Investoren und Mitarbeiter fordern nachhaltige Zukunftskonzepte. Die einen, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern, die anderen, weil sie ihre wertvolle Lebenszeit nicht für das nächste Exxon verschwenden wollen. Nicht zuletzt sind es die Konsumenten, deren Kaufentscheidung immer öfter von den Unternehmenswerten beeinflusst wird.



Bäume Pflanzen: Ein Baustein von Corporate Social Responsibility


Eines von vielen Beispielen für Corporate Social Responsibility ist der Ausgleich von Emissionen mit Naturschutzprojekten - zum Beispiel durch das Pflanzen von Bäumen. Viele Organisationen widmen sich - so wie wir - diesem Thema. Wir sehen sie nicht als Konkurrenz, sondern hoffen, gemeinsam eine Trendwende einzuleiten und jedem Menschen, jedem Unternehmen die Möglichkeit zu geben, sich für ein grünes, gesundes Land zu engagieren.


Aber es gibt natürlich noch viele andere Gebiete, in den sich Unternehmen einsetzen können, von nachhaltigen Produktionsmethoden über umweltschonende Lieferketten bis hin zu Spendenaktionen (Corporate Giving) oder sozialen Aktivitäten der Mitarbeiter (Corporate Volunteering).


Letztendlich kann der Impuls für CSR aus zwei Richtungen kommen:


Top Down CSR: Die Führungsriege definiert die Vision


Unternehmen wie Bosch oder SAP sind schon seit vielen Jahren auf dem Weg in die Klimaneutralität. Die Strategien zum Erreichen dieses ambitionierten Ziels bauen meist auf drei Pfeilern: Dem Verringern oder Vermeiden von Emissionen und dem Ausgleich nicht vermeidbarer Emissionen. Hier ist das Pflanzen von Bäumen und die Umkehr des fatalen Waldsterbens ein sinnvoller Ansatz. Wir hoffen allerdings, dass wir damit nicht die Bilanzen von Großkonzernen verbessern, sondern dazu beitragen, dass wir wieder ein wenig mehr im Gleichgewicht mit der Natur leben. Dass wir verstehen, dass Profit das Ergebnis eines Kreislaufs sein muss - und nicht am Ende einer Kette stehen darf, in der Ressourcen nur verbraucht oder zerstört werden.


Bottom Up CSR : Die Mitarbeiter drängen, der Vorstand muss liefern


Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit dem Thema CSR und wollen sicherstellen, in einem Unternehmen zu arbeiten, dass verantwortlich handelt und wirtschaftet. Durch Eigeninitiative oder das Engagement in Mitarbeitervertretungen verschaffen sie ihren Wünschen und Interessen Gehör. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter langfristig halten wollen, müssen also aktiv werden. Dass das funktioniert, hat etwa Dr. Christiane Bode in ihren Forschungen zum Thema CSR gezeigt. Bei ihr wird deutlich, dass CSR besonders effektiv umgesetzt wird, wenn Unternehmen erkennen, dass die Mitarbeiter von sich aus einen großen Beitrag leisten können - so man sie denn in die Planung und Umsetzung von Nachhaltigkeitskonzepten einbindet. In dem also Führungsriege und Mitarbeiter kooperieren.



Corporate Social Responsibility: Gemeinsam Verantwortung übernehmen


Letztendlich ist es nicht wichtig, woher der Impuls kommt. Entscheidend ist, dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen und etwas tun, um die fatalen Trends in Wirtschaft und Gesellschaft umzukehren. Und zwar nicht nur, indem wir Klimaprojekte am Amazonas oder in Borneo unterstützen, sondern indem wir vor der eigenen Haustür anfangen. Hier gibt es genug zu tun. Das Waldsterben in Deutschland hat sich in den letzten Jahren aufgrund der klimatischen Veränderungen mit immer extremeren Dürreperioden deutlich beschleunigt, Forscher sprechen von den schwersten Waldschäden seit 200 Jahren. Monokulturen verdrängen Biodiversität. Gleichzeitig fehlt es an Setzlingen, um den Förstern und Waldbesitzern beim Aufforsten ihrer leidender Wälder zu unterstützen.


Aktion Baum widmet sich daher einem ganzheitlichen Ansatz. Wir arbeiten mit einem stetig anwachsenden Netzwerk von Forschern, um die Ursachen des Waldsterbens, besser zu verstehen und nachhaltige Wertschöpfungsketten aufzubauen, die mehr Setzlinge günstiger und schneller liefern. Und vor allem: Wir sind selber aktiv und pflanzen neue Bäume. Denn am Ende wird unser Plan nur aufgehen, wenn es uns gelingt, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, mitzumachen und selbst Hand anzulegen.


Wenn Sie Interesse haben, uns zu unterstützen oder einfach nur mehr über unsere Konzepte wissen wollen - wir freuen uns über jede Nachricht und melden uns zeitnah. Ganz bestimmt.